Voll-Anfänger Aufzucht-Tagebuch mit Fragen

Alles was für den Medaka Interessierten und Anfänger interessant sein könnte. Nur durch Fragen lernt man dazu und alle profitieren davon!
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Voll-Anfänger Aufzucht-Tagebuch mit Fragen

Post#1by NMND » 15. Aug 2018 22:39

Servus!

Ich bin Aquaristikanfänger (ca. 3 Monate) und würd euch gerne zur Aufzucht von Medaka einige Löcher in den Bauch fragen.

Hier ein paar Fakten:
Intro

Zu den Medaka:
Ich hab mir gestern via ebayKleinAnzeigen 13 Eier zukommen lassen (heisst die liegen gerade irgendwo im Lager der Deutschen Post, dank Süddeutschen Feiertagen).
Art: 10x Orochi, 3x Green Lame.

Der Sinn für mich ist nicht die gezielte Zucht der Tiere, sondern die Haltung und eventuelle Nutzung als Futtertiere (bei starker Vermehrung).

Zu meiner Ausstattung:
Ich habe aktuell folgende AQuarien laufen:
- "AQN(eu)", ein 120x60x40cm Kaltwasser-Becken, bewohnt von fünf Axolotl und einer sehr hartnäckigen Schnecke.
- "AQk(lein)", ein 40x25x25cm Fensterbrett-Becken, bewohnt von Turmdeckel-, Posthornschnecken und Neocaridina Red Fire (Zwerggarnelen).
- "AQA(lt)", ein 100x40x40cm Becken, bewohnt von Mooskugeln, TDS, PHS und einer einzigen Blasenschnecke. Dieses soll am Ende als Heimat für die Medaka dienen. Darüber ist eine 11W-LED-Lampe, allerdings Stocke ich das noch auf. Außerdem läuft in der Ecke ein Eckfilter, dessen Ansaugfläche ich mit 2cm-starker 60ppi Filtermatte verdecken werde.

Dass dieses 160l-Aquarium etwas zu groß für 13 Fische sind, die Anfangs noch nicht mal 2cm groß sind, ist mir klar. Es geht mir auch nicht um den Fisch als Blickfang, sondern um Leben im Biotop. Ich biete also Raum für Vermehrung.

Das Hobby habe ich begonnen, weil mir eine Bekannte die Axolotl überließ - zusätzlich zu MASSENWEISE Equipment. Habe dann allerdings trotzdem auf ein Neues Aquarium (das AQN) aufgestockt und verwende darin auch neues Equipment (bis auf den Durchlaufkühler). Habe dann ein kleines Aquarium (AQk) mit etwas Kies, drei Mooskugeln, etwas Moos und einem Lufthebefilter ausgestattet und lasse darin nun Zwerggarnelen leben, die auch schon gut Eier tragen.

Der Plan:
Das "AQA" soll bestückt werden mit PHS, TDS, Zwerggarnelen und den Medaka. Es steht im Hausflur, Erdgeschoss. Temperaturen im Sommer geschätzt 18-24°C, Winter unbekannt. Wasserwerte (letzte Messung via JBL ProScan am 17.07. - wird morgen nochmals nachgeholt): pH 7,2-7,8; KH 20; GH >21; NO2 0; NO3 4; CO2 <15; Cl 0;

"Scaping" (bei mir wohl eher "scraping", haha! :P) werde ich dieses Wochenende vornehmen, dafür habe ich drei Eimer mit Pflanzen und eine Box mit Moos am Wässern.


Mein Plan zur Aufzucht:

Wenn ich die Eier morgen erhalte, werde ich sie, wie Christian >hier< beschrieb inkubieren.
(Kurzfassung: auf ein nasses Schwammtuch, einmal umschlagen, in einen ZipLoc-Beutel und bei 20-25°C für etwa 10-14 Tage garen lassen. Danach in eine Schale mit Wasser => Schlupf.)

Christian schreibt hier: "Zwischendurch kann man ruhig mal nachschauen, ob alles in Ordnung ist und ggf. früher wässern.". Ich würde in kleinerwerdenden Intervallen (24/12/6 Stunden, Verkleinerung jeweils alle 3 Tage) nachsehen.
1. Doch wonach sollte ich dabei Ausschau halten? Ich sollte mir wohl eine Lupe zulegen.
Edit: 1.2. Ist Mikrofasertuch ok? Geht ja nur um weiche, nasse Umgebung, richtig?

2. Wie halte ich die Temperatur in einem Zipbeutel auf 20-25°C? (Könnte den Beutel in ein Wasserbecken mit Heizstab legen.)
3. Wenn ich sie dann zum Schlupf in der Schale halte, welches Volumen sollte diese in etwa haben?
4. Und empfehlt ihr eine Schüssel-/Schalenfarbe für die Sichtbarkeit der Eier, Fische und sonstigem Geviechzeug?
Ich hätte da Schwarze Müslischalen (~0,5l, Durchmesser ~17cm) oder eine blaue Tasse mit gleichem Volumen.
5. Wie sieht es mit dem Wasserwechsel in der Schale aus? Wie und wie oft findet der statt, falls überhaupt?

Dann schreibt Eli >hier< im Forum:
Eli wrote:Erstes Futter war mikrofeines Tümpelfutter (hauptsächlich Cyclops-Nauplien). In der zweiten Woche machte ich den Fehler auf Trockenfutter und Mikrowürmchen umzusteigen (laut Internetangaben soll das ja funtionieren), was mich aber etwa 1/3 der Jungtiere gekostet hat. Im Nachhinein denke ich, dass sie wegen meiner langer Arbeitszeiten entweder verhungert sind oder das Wasser schlecht wurde. Ich hielt sie noch in einer Schale.

Jetzt befinden sie sich in einem Einhängebecken für Welse in meiner Aquarienanlage und erhalten wieder Tümpelfutter.

5. "mikrofeines Tümpelfutter", ist das wirklich nur Wasser aus einem Weiher/See/Tümpel im Umkreis? Wie sieht es mit Wasser aus einer Regentonne aus? Sollte ich es Filtern? (Kaffeefilter, Fliegengitter, Stofftaschentuch?)
Ansonsten habe ich ein JBL Artemia-Nauplien-Zuchtset (und Eier), aber ich gehe davon aus, dass ich selbige erst später (also laut Eli's Bericht ab der zweiten Woche?) verfüttern sollte?
Was wäre Alternativfutter? Ich hab da einen Karton voll Fischfutter diverser Art und las im gleichen Thread:
MedakaEinsteiger wrote:Hallo Eli,
nun Tümpelfutter ist natürlich optimal, hat aber leider nicht
jeder zur Verfügung. Ich überführe meine Larven bereits
nach dem Schlupf in eigens dafür vorbereitete eingelaufen
Behälter, und füttere dann zu. Leider fehlt mir tagsüber
durch die Arbeit die Zeit für regelmäßige Fütterung. Staubfutter
vergammelt halt schnell, besonders bei Überfütterung. Zu viel
auf einmal. In den bereits mit Pflanzen versehenen Boxen finden
die Kleinen dann auch passende Mikronahrung.

6. "Staubfutter" und "Pflanzen == Mikronahrung". Heisst ich kann in meinem Karton nach Staubfutter suchen oder ihnen einfach eine kleine Pflanze (Mooskugel? Davon hab ich massig...) zur Verfügung stellen?

Ich hab auch noch so Aufzucht-Einhängeboxen (von JBL oder Dennerle?), glaub aber die Fischchen passen durch die Ritzen. Und ich weiss nicht, wie gut die frischen Fische im AQk (mit Garnelen usw.) klarkommen würden. Sonst würde ich sie einfach dahin entlassen, das ist das wärmste, weil direktes Sonnenlicht. Außerdem ist es ein wenig Bewachsen, bietet Verstecke und sicher auch Futter. Die Muschelkrebse (kleine graue krabbelnde Punkte an den Scheiben) verunsichern mich bei der Idee aber.

Ich glaube das wars erstmal von meinem Plan. Ich bitte um Korrekturen, Fragen, Hilfen (gerne Bildreich) und konstruktive Meinungen!

Bis dann!
--Floh
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Re: Anfänger-Fragen vor dem Beginn der Aufzucht (Eier)

Post#2by NMND » 17. Aug 2018 01:29

Doppelpost, weil.

Part 1: Dokumentation meiner Medaka-Fortschritte.
Part 2: Zu obigen Fragen.

Part 1

Die Medaka kamen heute Mittag um 12 bei mir an. Drei Violen, beschriftet mit Daten (2x "Orochi; 11.+12.08.; 10 Eier", 1x "Green Lame; 09.-12.08.; 8 Eier" - Aus dem Kopf zitiert, werde evtl später nachbessern.)
Drei der Green Lame waren schon geschlüpft, alle anderen Eier schienen auch schwarze Punkte zu haben. Christians Anleitung (siehe Part 2!) zufolge war das der Zeitpunkt, die Eier zu schüsseln und auf Schlupf zu warten.

Bisher (8 Std später) noch kein Schlupf, aber kein "Todesfall", allerdings scheinen die restlichen Green Lame Eier sich verklumpt und verpilzt zu haben. Möglicherweise schon vorher. Werde sie mit einem Löffel entfernen und ihnen in einem extra Behälter noch eine Chance geben. Könnte leichte Salzung (Spülmaschinensalz?) gegen den Pilz helfen? Wenn ja: Welche Dosis?
(Kurze Hintergrundinfo zu dem Gedanken: 1 TL/10 Liter wird als Dauerbad bei Axolotl Kiemenpilz verwendet, dazu 1 TL/1 Liter als 20min Intensivbad, 1-2x täglich.)

Habe Außerdem Fetzen von Weeping Moss, einen Ableger Wasserpest (glaub ich :D), sowie eine Miniwinzige Mooskugel mit in die Schüsseln (in der Hoffnung, dass die drei Fischchen nicht verhungern und was zum Verstecken haben, wenn ich wieder von oben rein starre und versuche, sie zu erkennen).

Part 2

Ich hatte ähnliche Fragen wie im öffnenden Beitrag auch unter Christian's Trocken-Anleitung (oben verlinkt) kommentiert. Die Antwort hier nochmal zur Dokumentation:

Hallo,
also da muss man gar nicht so pedantisch rangehen, die Natur ist ziemlich flexibel und toleriert so Einiges.
Ich lege den ZipLoc irgendwo hin, wo es etwas wärmer ist als normale Raumtemperatur, also auf einen Kühlschrank oder auf die Beleuchtung eines Aquariums. Ob die Temperatur nachts dann unter 20 Grad fällt, ist egal. Ich mache das mit dem Trockenlegen ja Hauptsächlich, um das Verpilzen der Eier zu verhindern, was im Wasser bei Kontakt auftreten kann.
Wenn in den Eiern Augen erkennbar sind, tue ich sie ins Wasser und lasse sie da. Entweder schlüpfen sie innerhalb weniger Stunden oder dann in den nächsten Tagen.
Die Eier tue ich in flache Schalen bei 1-2cm Wasserstand. Dort können dann auch die Fische bleiben, wenn sie geschlüpft sind. Sind alle Eier geschlüpft, können 1-2 kleine Schnecken dazu, die dann Futterreste vertilgen und so das Wasser sauber halten. Ein paar Fadenalgen oder ein Stück Wasserpest schadet nie.
Auch Wasserwechsel schaden nie. Die können ruhig 80-90% betragen. Ich würde in den ersten 5 Tagen nach dem Schlupf noch kein Wasser wechseln, aber danach kann man es ruhig machen. Nach Gefühl alle paar Tage.
Füttern immer lieber zu wenig als zu viel. „In Nauplien schwimmen“ wäre zuviel, denn die werden ja nicht alle gefresssen, sterben ab und verschlechtern dann die Wasserqualität. Schwer, eine Größenordnung anzugeben. 10 Nauplien je Jungfisch? Das scheint mir vernünftig – aber schwer zu zählen.
Christian


Meine Reaktion:
[...]
Meine kamen schon mit schwarzen Punkten an und drei Green Lame sind schon geschlüpft.

Die Idee mit den kleinen Schnecken ist großartig.

Zur Fütterung hätte ich Wasser aus einem Regenwasserfass im Garten. Würde das durch einen Artemia-Naupliensieb (aus dem JBL-Kit) kippen und hinzugeben. Hast du da ’ne Meinung zu?

PS an Christian: Die Natur ist nicht vielleicht nicht pedantisch, aber ich brauche einen Orientierungspunkt, eine Richtlinie. Dass es Abweichungen gibt ist natürlich immer garantiert. Ihr (=Jeder, der mal Medaka oder irgend einen anderen Fisch aufgezogen hat) habt nur wesentlich mehr Erfahrung als ich (ich weiss nämlich nicht, was ich tue und orientiere mich nur an Infos aus dem Internet), weshalb ihr meine pedantischen Fragen beantworten "dürft". :P

Der Durchlaufkühler meines Axo-Aquariums wär ein weiteres Beispiel für einen warmen Ort.

Wasserwechsel könnte mit einem Ersatzgefäß und einem Löffel durchgeführt werden (Fische in frisches Wasser umquartieren? Vorher Temperatur angleichen.). (Hab ich irgendwo gelesen.)

Zu den Aufzuchtboxen: Könnten mit Filtermatte Fluchtsicher gemacht werden. (Hab ich irgendwo gelesen.)
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Re: Anfänger-Fragen vor dem Beginn der Aufzucht (Eier)

Post#3by NMND » 21. Aug 2018 00:47

Fünf "Green Lame"-Eier sind hinüber. :/ Bleiben leider doch nur drei Fische.

Habe aber http://medaka.pohlann.de/zucht/ gefunden, ist leicht verständlich und knüpft gut an Christians Trocken-Inkubation an.

Zu den drei "Green Lame" sind im Laufe des Tages noch drei "Orochi" geschlüpft. Sie schwimmen in einer 1kg-Kartoffelsalat-Box, die minimal Belüftet ist. Das Wasser besteht zu 50% aus Leitungswasser und ~50% grünem Wasser aus dem Regenfass - gefiltert durch einen Artemia Sieb. Etwas Pflanzenzeug schwimmt darin.
Die restlichen "Orochi"-Eier liegen in zwei gleichen Kartoffelsalat-Boxen in purem Leitungswasser mit jeweils einem Stück Weeping Moss. Wenn sie schlüpfen schöpfe ich sie mit einem kleinen Sieb ab. Beide werden stärker belüftet. In einer Box sehen ein paar Eier leicht verpilzt aus.
Die drei Kartoffelsalat-Boxen stehen übrigens in einer 11l Ikea Samla Box, in der Wasser und ein tauchbarer Heizstab liegen. André Pohlann nutzt einen 25W Regelheizer, ich hatte einen mit 50W zur Hand, den ich (nach kurzer Recherche in Foren) auf 22°C gestellt habe. Die Thermomether zeigen 25-26°C an.

Werde morgen nochmal grünes Wasser nachgeben und (falls ich den Trichter aufbekomme) Artemia Nauplien ansetzen. Wie lange sind die in dem JBL Artemio Set halt-/geniessbar? Am Geruch lässt sichs nicht feststellen, die stanken ja schon nach 24 Stunden sehr seltsam.
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Re: Anfänger-Fragen vor dem Beginn der Aufzucht (Eier)

Post#4by NMND » 21. Aug 2018 19:58

Ich mach jetzt mal für jeden Tag einen neuen Post. Ich weiss, ich weiss, Doppelposts sind verpöhnt, dashier dient allerdings der Dokumentation. ;)

Heute sind noch Mal drei ("Orochi") geschlüpft. Ein anderer scheint beim Schlüpfen aufgehört zu haben (oder er braucht mehrere Std dazu. Oo) und ist evtl tot. Fakt ist: Ein kleiner Halbkringel liegt auf dem Grund, an Stelle eines Ei's. Vielleicht hat zehrt er noch vom Ei und hat sich dabei nur aufgerollt. Werde das weiter beobachten und ggf morgen beseitigen. Er ist definitiv NICHT verhungert (ich denke, ich hab die anderen "jagen" sehen, immerhin liegen Moosstücke mit im Wasser), ich seh etwa/höchstens alle vier Stunden mal nach, ob was schimmt.

Die Artemiablubberei läuft (1/4l mit 1,5 Löffeln JBL ArtemiaMix) seit heute 19 Uhr (Notiz für mich), damit kann ich die Medaka dann übermorgen früh/mittag füttern. Hoffe sie wachsen gut.
Bis dahin kriegen sie weiterhin zwei mal pro Tag einen Schluck "grünes Wasser".

Fazit, Tag 4:
13 Eier Bestellt
28 Eier Erhalten
5 Eier "Verloren"
9 Fische Geschlüpft

14 Eier übrig.
(Stand: 20:45 Uhr)

Ergibt eine maximal mögliche Verlustrate von:
100-((100/28)*9)=68%
Oder, für die Optimisten: Eine minimale Erfolgsrate von:
(100/28)*9=32%

Wünscht den Fischis Glück! <3
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Re: Anfänger-Fragen vor dem Beginn der Aufzucht (Eier)

Post#5by NMND » 23. Aug 2018 01:19

Ende Tag 5 (= ~Tag 10 nach Laichung)/Anfang Tag 6

Alle weiteren bis auf zwei sind geschlüpft, ich halte diese auch für verloren. Gibt bei 7/28 Eiern eine Verlustrate von etwa 25%. Ohne Trocken-Inkubation, da die Eier schon fast eine Woche alt waren und schon Fische geschlüpft waren.
Habe die restlichen 21 Fischlarven weiterhin in einer 1L-Kartoffelsalat-Box.
Habe heute mit Artemia-Nauplien gefüttert.
Werde sie morgen in einen 5-Liter-Eimer entlassen. Die 1L-Box steht in selbigem, ich fülle nur langsam frisches Leitungswasser in den Eimer. Werde dann eine Anubie hinzusetzen und etwas frisches Moos.

Außerdem hatte ich Schlauchverbinder (Y, T und L) bestellt und damit das Belüftungssystem der Inkubationsboxen verbessert. Denke darüber nach, daraus eine fixe Installation oder ein Kit zusammen zu stellen, für zukünftige Eier. Könnte das evtl auch für Axolotl nutzen.
Last edited by NMND on 25. Aug 2018 10:26, edited 1 time in total.
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Re: Anfänger-Fragen vor dem Beginn der Aufzucht (Eier)

Post#6by NMND » 24. Aug 2018 19:30

Abend, Tag 07:
Umstellung auf 5l (mit Belüftung und Pflanzen, weiterhin beheizt auf ~26°C) ging gestern (23.) problemlos von Statten.
Außerdem ist der letzte Fisch noch geschlüpft, damit sind wir bei 6/28 Verlusten und damit bei 21,4%. Nach den Aussagen im Blog (und im Forum?) bin ich damit überaus zufrieden.

Fütterungen mit Artemia Nauplien und Grünem Wasser gehen jetzt erstmal etwa zweimal täglich weiter, das 100cm Becken im Flur ist eingelassen, bepflanzt und beschneckt.
Leider fehlt mir dafür noch das nötige Kleingeld für die Beleuchtung (ich rechne mit ~200 Euro bei ~5000+ lumen (=31lm/l).
Bis dahin muss das AQA mit ~2000 Lumen auskommen.

Des weiteren denke ich über kleine Welse (~3-4cm) als Aufräumfische nach. Habt ihr Empfehlungen? Störwelse sehen zwar cool aus, werden mit 13-20cm aber etwas viel zu groß für meinen Geschmack. :D
Zwerggarnelen werde ich sowieso mit ins Becken lassen.
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Re: Anfänger-Fragen vor dem Beginn der Aufzucht (Eier)

Post#7by NMND » 27. Aug 2018 13:03

Mittag, Tag 10:

Merke: Die Artemia-Fütterung war eine absolut dumme Idee. Drei Fische verloren, evtl auch unterkühlt (Haben die Aufzuchtbehälter in einen anderen Raum bewegt - und zwar die Membranpumpe reaktiviert, doch den Heizstab nicht - und des Wochenende war's kalt af.). Wasserwert im Topf: 0,25mg Nitrit. Habe die Fische sofort in eine 11l Samla-Box mit aufgewärmtem, frischem Wasser migriert.

Füttere seitdem mit gestäubten, gemischten Futterpellets (Ist eine Dose "Söll Organix Shrimp Stix - Futter für Zierfische, Welse, Barsche, Axolotl, Frösche und Krebse" mit einer zweiten Sorte Pellets darin - sind wie Flips, ich hab einen kleinen Stein in die Dose und geschüttelt => Staub) für sämtliche aquatischen Lebewesen. Scheint gefressen zu werden, die Fische sind aktiv und Munter.

Außerdem migrier ich immer mal wieder eine Schnecke in die Box, weil ich denke, dass bei der Box-Größe 10 kleine Schnecken kaum eine Chance zur Reinigung haben.

Spezielles Aufzuchtfutter ("Söll Organix Power Flakes Baby") kommt morgen an.

Ich denke über eine etwas komplexere Aufzuchtanlage inklusive winzigen Lufthebefiltern (gegen das Nitrit) nach. Für die Zukunft.

Edit: ~18:00 Uhr
Scheinbar stirbt gerade noch ein Fischchen. Es liegt schon den ganzen Tag am Boden und bewegt sich nur fliehend, wenn ihm etwas zu Nahe kommt.
Bin etwas genervt, deswegen. Das Tier soll gefälligst futtern, nicht sterben. Das ist kontraproduktiv. :/

Andere Fischchen dagegen jagen sich gegenseitig an der Oberfläche - ist das normal?
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Re: Voll-Anfänger Aufzucht-Tagebuch mit Fragen

Post#8by MedakaEinsteiger » 27. Aug 2018 19:24

Hi Floh,
WOW da muss ich mir erst einmal Zeit nehmen und das alles lesen und durcharbeiten. Da
habe ich ja die Woche einiges verpasst. Aber durch meine Medaka Reisen hatte ich kaum
Zeit in der Woche. Werde mich morgen spätestens übermorgen ausführlich zu Wort melden.
Junge Medaka jagen sich bereits kurz nach dem Schlupf. Futter Konkurrenten verjagen.
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Re: Voll-Anfänger Aufzucht-Tagebuch mit Fragen

Post#9by NMND » 28. Aug 2018 20:25

Abend, Tag 11:
Keine wirklichen Neuerungen.
Das kleine halbtote Fischchen war heute Mittag/früher Nachmittag immernoch im gleichen Status gefangen. Heute Abend (ca. 20 Uhr) ist es verschwunden. Da Fischchenzählen gar nicht so einfach ist (ich komm immer wieder auf ca. 16 Stück - wo auch immer die anderen drei dann hinverschwunden sind. Oo), weiss ich leider nicht, ob es jetzt schwimmt - oder ob es einfach von einer Schnecke gesnacked wurde.

Aber ich war derweil in Zirndorf und habe einen Satz (Elf Stück) "Green Lame" abgeholt, die etwa das gleiche Alter haben. Damit ist das Verhältnis ziemlich ausgewogen.
Achja: Eine Red Fire Zwerggarnele habe ich auch mit in den Behälter einziehen lassen. (Falls Sorgen aufkommen: Die sind harmlos für die Fische.)

Außerdem kam das Futter - und wird sehr gut angenommen.



@Axel
Danke! Ich habs nicht so eilig, außer du siehst dringenden Handlungsbedarf.
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Re: Voll-Anfänger Aufzucht-Tagebuch mit Fragen

Post#10by MedakaEinsteiger » 29. Aug 2018 02:01

Guten Morgen,
sage ich mal auch wenn es mitten in der Nacht ist. Enormer Aufwand den Du da tätigst,
aber verständlich und sicher auch nicht von Nachteil. Die Anregungen und Tips von
Andre Pohlann sind wirklich top und hilfreich. Aber mit der nötigen Erfahrung, die nun
leider erst mit der Zeit kommt geht es einfacher.
Nun ich selber verwende keinerlei Technik bei der Aufzucht der Larven, und es klappt
speziell dieses Jahr auch sehr gut. Allerdings kann ich nicht sagen ob es Verluste gab,
bei der Menge an Jungfischen. In den Jahren seit ich mich mit dem Medaka beschäftige,
konnte ich feststellen das die Jungfische doch recht robust sind. Bei mir schlüpfen sie
auch draußen und bleiben dementsprechend zwischen Frühjahr bis in den Herbst meist
auch draußen. Der Eidotter Vorat ist bei Medaka Larven recht schnell aufgebraucht,
speziell wenn die Schlupfdauer länger ist als üblich. Deshalb füttere ich bereits kurz
nach dem Schlupf zu. Bodenmulm aus einem eingefahrenen Becken sowie Pflanzenteile
sind dabei sehr hilfreich, da sie doch Mikrofutter enthalten. Artemia Nauplien sind je
nach Herkunft in den ersten Tagen eher ungeeignet, da die jungen Medaka sie erst nach ein
paar Tagen bewältigen können. Hier sind Infusorien, Räder- und Pantoffel Tierchen
die bessere Wahl, oder Essigälchen. Ich verwende aber meist staubfein gemahlenes
Futter.
Medaka mögen kein schnell sinkendes Futter, besonders bei den Larven wichtig, da
sie sich in den ersten beiden Lebenstagen praktisch nur an der Wasser Oberfläche
aufhalten. Auch ältere Tiere nehmen das Futter lieber von der Oberfläche und
am Boden befindliches Futter wird kaum noch angerührt. Speziell bei Jungfischen
ist weniger mehr, dafür mehrmals über den Tag verteilt, wenn man die Zeit hat.
Ich kann aus beruflichen Gründen nur max. 2 mal am Tag füttern, was aber kein
Problem ist, da der Nachwuchs draußen in ihren Behältern auch Zusatz Nahrung
findet. Speziell das natürliche grüne Wasser ist dabei hilfreich, so das es selten
zu Ausfällen kommt. Verluste können nun leider immer mal vorkommen. Woran
das am Ende liegt kann keiner sagen. Nachrücker bei Jungfischen haben aus
meiner Sicht auch später ihre Defizite bei der Entwicklung und werden öfters
nicht so groß wie ihre Geschwister.
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